Erfahrungsbericht: Vom Bauholz zum Brennholz – Meine Vorgehensweise
Als ich in meine neue Wohnung zog, fand ich im Keller eine Menge Bauholz, das vom Vormieter zurückgelassen worden war. Einige Leute rieten mir, es einfach wegzuwerfen, aber ich hasse Verschwendung und fragte mich, ob ich es vielleicht als Brennholz für meinen Kamin verwenden könnte. Was folgt, ist meine Erfahrung in der Aufbereitung von Bauholz für den Kamin.
1. Erste Bestandsaufnahme
Das erste, was ich tat, war, das Bauholz genauer zu betrachten. Einige Stücke waren offensichtlich mit Farbe oder Lack beschichtet, während andere recht natürlich aussahen. Da ich wusste, dass behandeltes Holz nicht im Kamin verbrannt werden sollte, sortierte ich das Holz zunächst grob in zwei Haufen: natürliches und behandeltes Holz.
2. Recherche und Vorbereitung
Bevor ich weitermachte, recherchierte ich gründlich, welche Arten von Bauholz sicher im Kamin verbrannt werden können. Ich erfuhr, dass viele Bauhölzer Chemikalien enthalten, die beim Verbrennen schädliche Dämpfe freisetzen können. Das wollte ich auf jeden Fall vermeiden. Mit diesem Wissen bewaffnet, machte ich mich daran, das Holz genauer zu sortieren.
3. Das Aussortieren
Ich fing an, jedes Stück Holz genauer zu überprüfen. Jedes Stück, das auch nur den geringsten Anstrich von Farbe, Lack oder irgendeiner anderen chemischen Substanz aufwies, wurde sofort aussortiert. Auch Holz, das seltsam roch oder einen öligen Film aufwies, landete im Aussortierhaufen. Ich war überrascht, wie viel Holz ich letztlich weggeworfen habe – fast die Hälfte des ursprünglichen Bestands.
4. Das Schneiden und Spalten
Nachdem ich das brauchbare Holz identifiziert hatte, musste es noch in kamingerechte Größen geschnitten werden. Mit einer Handsäge und später mit einer elektrischen Kettensäge schnitt ich das Holz in etwa 30 cm lange Stücke. Die dickeren Stücke spaltete ich mit einer Axt in handlichere Stücke. Dieser Prozess war körperlich anstrengend, aber auch unglaublich befriedigend.
5. Trocknen lassen
Auch wenn das Bauholz schon alt war, konnte ich nicht sicher sein, wie feucht es im Inneren noch war. Feuchtes Holz brennt nicht nur schlecht, es kann auch zu vermehrter Rußbildung und somit zu einem potenziellen Schornsteinbrand führen. Daher stapelte ich das geschnittene Holz an einem gut belüfteten Ort und ließ es mehrere Monate trocknen.
6. Letzte Überprüfung und Lagerung
Bevor ich das Holz in meinen Kamin legte, überprüfte ich es ein letztes Mal. Jedes Stück, bei dem ich auch nur den leisesten Zweifel hatte, wurde aussortiert. Sicherheit geht vor. Das restliche Holz lagerte ich in Holzregalen neben meinem Kamin, bereit für gemütliche Winterabende.
Fazit:
Die Aufbereitung von Bauholz für den Kamin war ein langer und manchmal mühsamer Prozess. Es erforderte viel Recherche, körperliche Arbeit und Geduld. Aber es war es wert. Nicht nur konnte ich eine Menge Geld für Brennholz sparen, ich fühlte mich auch gut dabei, Abfall zu reduzieren und Ressourcen sinnvoll zu nutzen.
Allerdings habe ich auch gelernt, wie wichtig es ist, vorsichtig zu sein. Das Verbrennen von behandeltem oder kontaminiertem Holz kann gesundheitsschädlich sein und sollte vermieden werden. Wenn Sie also in Erwägung ziehen, Bauholz für Ihren Kamin aufzubereiten, empfehle ich Ihnen dringend, sich gründlich zu informieren und bei Zweifeln immer auf der sicheren Seite zu bleiben. Es ist besser, ein Stück Holz wegzuwerfen, als ein gesundheitliches oder sicherheitstechnisches Risiko einzugehen.